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Umberto Tozzi ist ein italienischer Musiker.
Leben:
1968 begann er als Gitarrist in der Turiner Rockgruppe Off Sound, deren Mitglieder etwa gleichaltrig wie der damals 16jährige Tozzi waren. Anschließend ging er mit Adriano Pappalardo, dessen Gruppe insgesamt 13 Musiker umfasste, auf eine landesweite Tournee.
Mit 22 Jahren fing Umberto Tozzi 1974 an, Songs für andere zu schreiben. In diesem Jahr schrieb er zusammen mit Damiano Dattoli Un corpo un’anima, das von Wess und Dori Ghezzi bei Canzonissima gesungen wurde und dort auf Anhieb gewann.
Nach diesem Erfolg als Songwriter begann die nächste Phase, in der er seine eigenen Lieder auch selbst zu singen begann. Zu dieser Zeit begann die Zusammenarbeit mit Giancarlo Bigazzi. 1976 schrieb er Io camminerò. Fausto Leali interpretierte dieses Lied erfolgreich. Im selben Jahr nahm Tozzi sein erstes Solo-Album auf: Donna amante mia, in dem er unter anderem auch Io camminerò noch einmal selbst interpretierte.
Der große Durchbruch kam für Tozzi Ende der 70er Jahre mit einem Hit-Hattrick: 1977 brach er mit Ti amo sämtliche Verkaufsrekorde in Italien, 1978 folgte Tu und 1979 erschien das erfolgreiche Gloria. Bei der Produktion des Albums Gloria beschritt Tozzi erstmals einen für die damalige Zeit ungewöhnlichen Weg. Das Album entstand im Union-Studio München, und als Musiker spielten ausschließlich nichtitalienische Musiker. Die wohl bekanntesten unter ihnen waren der Gitarrist Lee Ritenour und der Jazzpianist Greg Mathieson, welcher auch für sämtliche Arrangements verantwortlich war. Außerdem spielten Barry Morgan Drums, Les Hurdle Bass und Mats Björklund Gitarre. Einige Titel wurden von den Münchner Studiomusikern Curt Cress, Schlagzeug, und Günther Gebauer, Bass, eingespielt (ohne Erwähnung auf der LP). Alle drei oben genannten Titel wurden und werden immer wieder international gecovert, wobei die Gloria-Version von Laura Branigan wohl die bekannteste sein dürfte, da sie damit sogar einen Nummer-Eins-Hit in den US-Charts landen konnte. In jüngerer Vergangenheit eroberte Umberto Tozzi mit Hilfe von im Duett mit französischen Sängerinnen eingespielten Versionen seiner Erfolge aus den späten 70er Jahren den französischen Markt (zurück). Mehrfach wurden Songs aus seiner Feder in Kino-Soundtracks mitverwendet, z. B. in Flashdance, Man spricht deutsh und „Asterix und Kleopatra“.
2009 brachte Tozzi gleich zwei Alben auf den Markt. Im Frühjahr war es das Best-Of-Doppelalbum Non solo live, und im September das neue Studioalbum Superstar. Einige dieser neuen Titel und natürlich alle seine Hits präsentierte er Ende September im Rahmen von Open-Air-Konzerten in mehreren Städten Norditaliens und im Oktober auch im Rahmen des traditionellen Steinegg Live Festivals in Steinegg bei Bozen in Südtirol.
Umberto Tozzis Repertoire reicht von gefühlvollen Balladen bis zu beatigen Rocksongs. Geprägt von der Musik der Beatles und Rolling Stones, versuchte er immer wieder die die Opernsprache Italienisch wie die Pop- und Rocksprache Englisch klingen zu lassen. Dabei war Tozzi und Bigazzi nach eigenem Bekunden der Klang wichtiger als der tiefere Sinn des Gesagten.
Insgesamt hat Umberto Tozzi von jeher im eigenen Land einen schweren Stand bei den meisten Kritikern, unter anderem vermutlich deshalb, weil er sich nie im Gegensatz zu den anderen Cantautori über seine Kunst politisch eindeutig links einordnen ließ. Sie achten ihn zwar wegen seines internationalen Erfolgs, tun sich aber schwer mit seinen Texten und interpretieren seine von Schüchternheit herrührende Zurückhaltung bei öffentlichen Auftritten als Gefühlskälte. Im Ausland treten diese Elemente in den Hintergrund, weshalb Tozzis Ohrwürmer von Publikum und Kritikern gleichermaßen geschätzt werden. Im Laufe seiner Karriere verkaufte Tozzi über 32 Millionen Plattenexemplare.
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