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Susannah
Oper in zwei Akten von Carlisle Floyd
Musik von Carlisle Floyd
Libretto vom Komponisten
Carlisle Floyds ( 1926) erste abendfüllende Oper „Susannah“ ist, nach „Porgy and Bess“ von George Gershwin, die zweiterfolgreichste amerikanische Oper überhaupt. Mehr als 800 Vorstellungen seit der Uraufführung 1955 in Florida zeigen, dass „Susannah“ in Amerika noch zu Lebzeiten des Komponisten fester Bestandteil im Kanon des Musiktheaterrepertoires geworden ist.
Jung, schön, naiv und unschuldig ist Susannah, die mit ihrem Bruder Sam in einem Dörfchen im konservativen „Bible Belt“ der Südoststaaten Amerikas ohne Eltern aufwächst. Ihre Schönheit wird Susannah jedoch zum Verhängnis: Sexuelle Fantasien und Eifersucht der puritanischen Gesellschaft machen sie schnell zum Opfer von Verleumdungen und Gerüchten. Als sie dann von einigen Männern beim Baden in einem Fluss beobachtet wird, gibt es für die Dorfgemeinschaft keinen Zweifel mehr an ihrer Unreinheit. Der Wanderprediger
Blitch wird zu Rate gezogen, um Susannah öffentlich ein Bekenntnis ihrer Verfehlungen abzuringen. Als sich Susannah weigert, ist dies der Ausgangspunkt für eine Serie von Geschehnissen, Geschehnissen, die die Bigotterie und Falschheit ihrer Umwelt offen zu Tage treten lässt und auf ein tragisches Ende zusteuert.
Die Handlung basiert lose auf der biblischen Geschichte der „Susanna im Bade“ aus dem Buch Daniel und hat ihre Aktualität stets bewahrt. Floyds selbstverfasstes Libretto, das die Dialekte der Südstaaten aufnimmt, kleidet das Geschehen in ein amerikanisches Gewand und schafft so eine Volksoper im besten Wortsinne. Auch musikalisch wird bewusst immer wieder auf authentische Volksmusikelemente gesetzt: Square Dance und Folklore, Choräle und Gospels werden kunstvoll mit einer fast schon Puccini’schen Emotionalität zu einem homogenen Musikdrama verwoben.
Termine:
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