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„Don Giovanni“ (1787), „die Oper der Opern“, ist eine von vielen Bearbeitungen des Stoffes vom ewigen Verführer Don Juan, der das Leben in vollen Zügen genießt, ohne sittliche Regeln zu beachten und ohne sich um Folgen seiner Abenteuer zu kümmern. „Don Giovanni“ ist aber nicht nur die Geschichte eines bestraften Sünders und auch nicht ein bloßes musikalisches Lustspiel. Es ist ein einzigartiges dramatisches Werk, in dem auch scheinbar typische Komödiensituationen, die in anderen Opern leicht und unverbindlich anmuten, hart wirken und die Spannung steigern. Giovanni wird schließlich bestraft, obwohl die Frage offen bleibt, wer ihn eigentlich verurteilt und bestraft hat: Gott, Menschen, oder – wie der Regisseur Jozef Bednárik andeutet – sein eigenes verdorrtes Inneres? Der Bösewicht wird also, wie es sich gehört, bestraft. Aber das herausfordernde Lachen dessen, der sich menschlichen sowie göttlichen Gesetzen zu widersetzten wagt, klingt noch lange nach...
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