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IL TROVATORE
von Giuseppe Verdi
Dramma in vier Teilen
Text von Salvatore Cammarano, mit Ergänzungen von Leone Emmanuele Bardare
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Koproduktion mit der Volksoper Wien
Biskaya und Aragonien im Jahre 1409: Noch immer kursiert die gespenstische Geschichte der Familie des alten Grafen Luna. Dieser hatte zwei Söhne; doch noch an der Wiege des jüngeren erschien eine Zigeunerin und verhexte ihn, worauf sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Aus Rache raubte die Tochter der Zigeunerin, Azucena, den jüngsten Sohn des Grafen und verbrannte ihn am Hinrichtungsort ihrer Mutter. Niemand weiß, dass Azucena das geraubte Kind mit ihrem eigenen verwechselte und dieses unbeabsichtigt in die Flammen warf; dem entführten Sohn gab sie den Namen Manrico und zog ihn als den ihren groß. Das Schicksal will es nun, dass sich die Brüder in den heftigen Kämpfen um die Krone von Aragonien als Feinde gegenüberstehen: Der junge Graf Luna kämpft für die Königspartei, Manrico steht auf Seiten der Rebellen. Aus den politischen Gegnern werden bittere Rivalen, als Luna in Manrico den Nebenbuhler seiner angebeteten Leonora, Hofdame der Fürstin von Aragonien, erkennt. Eine Hetzjagd auf Leben und Tod beginnt ...
Zwei Jahre nach Verdis großartigem Triumph mit RIGOLETTO in Venedig gelangte am 19. Januar 1853 IL TROVATORE am Teatro Apollo Rom zur Uraufführung. Den Librettisten Cammarano hatte Verdi zuvor dazu ermuntert, die Erzählung „je ungewöhnlicher und bizarrer, desto besser“ auszugestalten und besonders den Charakter der Zigeunerin Azucena in seiner „Neuartigkeit und Fremdartigkeit“ herauszustellen. Mit der Forderung an den Impresario des Theaters, diese für Mezzosopran konzipierte Partie mit einer weiteren „primadonna“ zu besetzen, ließ Verdi Azucena neben Leonora als ebenbürtige Frauenfigur auftreten. Kraft seiner außergewöhnlich hohen Melodienvielfalt genießt IL TROVATORE auch heute noch eine enorme Popularität und zählt zu den meistgespielten Opern überhaupt. Der den Bonnern nicht zuletzt durch seinen erfolgreichen Händel-Zyklus SAUL, BELSAZAR und JEPHTA bestens bekannte und vielfach umjubelte Regisseur Dietrich W. Hilsdorf wird mit Verdis Troubadour erneut am THEATER BONN inszenieren.
Nach CARMEN, WILDSCHÜTZ und LA SONNAMBULA übernimmt Robin Engelen mit IL TROVATORE die musikalische Leitung seiner vierten Neuinszenierung als Erster Kapellmeister der Bonner Oper. Unter seiner Leitung wird der in Bonn zuletzt als Don Giovanni umjubelte Bariton Aris Argiris sein Rollendebüt als Graf Luna geben.
Termine:
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