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Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Text nach dem Libretto «Orlando ovvero la gelosa pazzia» von Carlo Sigismondo Capece, nach Lucovico Ariosto
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Wenn sich durch blinde Leidenschaft plötzlich die Vernunft Bahn bricht, dann gleicht das einem Wunder. Das gilt heute noch wie 1733, dem Jahr, in dem Georg Friedrich Händels Opera seria «Orlando» ihre Uraufführung erlebte. Darin vertritt Zoroastro die Stimme der klugen Einsicht, der er jedoch erst mit Hilfe seiner Zauberkraft Gehör zu verschaffen vermag.
Der Ritter Orlando liebt Angelica, die Königin von Catai, die ihr Herz jedoch dem afrikanischen Prinzen Medoro schenkte. Während die Schäferin Dorinda, ebenfalls Medoro sehr zugetan, irgendwann einsieht, dass unerfüllbare Sehnsüchte kaum zum Lebensglück beitragen, verrennt sich Orlando zunehmend in seine Leidenschaft. Bis zum Wahnsinn eifersüchtig, brächte er sogar die Geliebte zu Tode – wäre da nicht der Zauberer Zoroastro …
Auf effektvolle Weise verbindet Händel in dieser tragikomischen Zauberoper barockes Bühnenspektakel mit aufgeklärter Moral. Dem eigentlichen Liebespaar stehen die beiden unglücklich Verliebten gegenüber, die trotz des gemeinsamen Schicksals auffällige Gegenpositionen einnehmen. Für Dorinda orientierte sich der Komponist an den komischen Intermezzi seiner Zeit, während Orlando als repräsentatives Beispiel für den Menschen schlechthin die gesamte Palette der Affekte durchläuft. Seine Wahnsinnsszene, die durchaus auch komödiantisch zu verstehen ist, bildet den Höhepunkt des Werkes, das für 200 Jahre in Vergessenheit geraten war und auch heute, obwohl es mittlerweile zu Händels schönsten Opern zählt, selten eine Aufführung erlebt. Nutzen Sie also die Gelegenheit!
Dates:
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