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Don Giovanni
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo da Ponte
„… aber in Spanien sind’s schon 1003!“, deklamiert Leporello, der Diener Don Giovannis, gegenüber der unglücklichen Donna Elvira. 1003 Frauen? Nur in Spanien? Welche Rastlosigkeit steckt dahiner? Was treibt einen Menschen derart?
Mozarts „Don Giovanni“ ist vielleicht die rasanteste Kriminalgeschichte
und eines der tiefschürfendsten Psychogramme der Opernliteratur. Il dissoluto punito ossia Il Don Giovanni – „Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni“ basiert auf dem Don Juan-Mythos, der sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts überaus großer Beliebtheit erfreute. Kein Wunder also, dass das seit „Der Hochzeit des Figaro“ bereits so erfolgreiche Team Mozart da Ponte sich für das Auftragswerk der Prager Nationaloper dieses Stoffes bediente. Dass
daraus über die Jahrhunderte aber die „Oper aller Opern“ (E.T.A. Hoffmann) geworden ist, liegt an der kongenialen Umsetzung Mozarts. Seine Musik adelt die Geschichte vom nimmersatten Frauenverführer, der über Leichen geht, zu einer archetypischen und unvergänglichen Abhandlung über die Abgründe der menschlichen Natur, deren Deutungsmöglichkeiten ins Unendliche zu gehen scheinen. Das von Mozart als dramma giocoso, also heiteres Drama, bezeichnete Werk schlägt mitunter ziemlich ernste Töne an und verknüpft kunstvoll Ariensituationen und Handlung.
Goethe brachte es 1831 in seinen Gesprächen mit Johann Peter Eckermann auf den Punkt: „Wie kann man sagen, Mozart habe seinen Don Juan komponiert! - Komposition! Als ob es ein Stück Kuchen oder Biskuit wäre, das man aus Eiern, Mehl und Zucker zusammenrührt! Eine geistige Schöpfung ist es, das Einzelne wie das Ganze aus dem Geiste und Guß und von einem Hauch eines Lebens durchdrungen, wobei der Produzierende keineswegs versuchte und stückelte und nach Willkür verfuhr, sondern wobei der Dämonische Geist seines Genies ihn in der Gewalt hatte, so daß er ausführen mußte, was jener gebot.“
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