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Tosca ist eine Oper in drei Akten. Die Musik komponierte Giacomo Puccini, das Libretto schrieben Giuseppe Giacosa und Luigi Illica (nach dem Drama La Tosca von Victorien Sardou
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten - Zwei Pausen
Handlung
Die Handlung spielt im Juni 1800 in Rom. Der Kirchenstaat war von französischen Truppen erobert worden, und Cesare Angelotti hatte der von Napoleon eingesetzten Regierung angehört. Es war jedoch dem Bourbonenkönig Ferdinand IV. von Neapel gelungen, die Franzosen vorübergehend aus Rom zu vertreiben. Er hatte eine Geheimpolizei unter Baron Vitello Scarpia eingerichtet, Angelotti war eingekerkert worden. Der französische Autor der Libretto-Vorlage sympathisiert mit der antibourbonischen Seite.
1. Akt
(In der Kirche Sant’Andrea della Valle)
Der politische Gefangene Angelotti flieht aus dem Staatsgefängnis Engelsburg in die Kirche Sant’Andrea della Valle und versteckt sich dort in der Familienkapelle der Marchesa Attavanti, seiner Schwester, die ihm den Schlüssel versteckt hinterlegt hat. Der Maler Cavaradossi, ein Freund Angelottis, gestaltet in dieser Kirche das Altarbild, in dem er die Gestalt der Maria Magdalena nach dem Vorbild einer schönen Unbekannten gezeichnet hat, die sich in letzter Zeit oft in der Kirche aufhielt und von Cavaradossi heimlich beim Beten beobachtet, dem Maler ohne ihr Wissen als Modell diente. Cavaradossi vergleicht ihre Züge mit denen seiner Geliebten, Floria Tosca (Arie: Recondita armonia), was den Unmut des Mesners herausfordert. Zwar räumt Cavaradossi ein, dass die Unbekannte ihm als Modell gedient habe, beteuert aber, sein Herz gehöre allein seiner Geliebten, der Sängerin und Primadonna Floria Tosca. Nachdem der Mesner die Kirche verlassen hat, glaubt sich Angelotti allein, will seine Flucht fortsetzen, trifft jedoch auf Cavaradossi, der in ihm den politischen Freund wiedererkennt, dem er ohne Zögern Schutz und Hilfe gegen den Polizeichef Scarpia und dessen Häscher anbietet.
Da Tosca kommt, muss sich Angelotti erneut verstecken. Cavaradossi verschließt die Tür, um Angelotti zu schützen und um nicht überrascht zu werden. Die verschlossene Tür macht Tosca eifersüchtig; sie beschuldigt Cavaradossi der Untreue. Zwar kann Cavaradossi die Situation entschärfen und ein Treffen für den Abend verabreden, aber die Eifersucht Toscas entflammt erneut, als sie auf dem von Cavaradossi gemalten Bild die Gräfin Attavanti erkennt.
Als Tosca schließlich gegangen ist, verrät ein Kanonenschuss, dass Angelottis Flucht entdeckt worden ist. Cavaradossi beeilt sich nun, Angelotti zu einer kleinen Höhle im Brunnenschacht hinter seinem Haus zu führen, wo sich Angelotti verstecken kann.
Der Mesner (Küster) betritt die Kirche und teilt mit, die italienischen und österreichischen Truppen hätten Napoléon Bonaparte in der Schlacht bei Marengo geschlagen. Der Polizeichef Baron Scarpia, der die Verfolgung Angelottis aufgenommen hat, betritt die Kirche. Tosca kehrt in die Kirche zurück, um Cavaradossi mitzuteilen, dass sie abends auf dem Siegesfest singen solle. Dabei schürt Scarpia ihre Eifersucht, um von ihr etwas zu erfahren, und hetzt den Polizeiagenten Spoletta auf ihre Spur. Während die Kirche sich allmählich mit Gläubigen füllt, die ein feierliches Te Deum anstimmen, preist Scarpia erregt Toscas Schönheit und Reize.
2. Akt
(Scarpias Räume im Palazzo Farnese)
Scarpia lädt Tosca zu sich ein. Polizeiagent Spoletta berichtet von der vergeblichen Durchsuchung der Villa Cavaradossis. Dort wurde nicht der entflohene Häftling, sondern nur der Maler selbst angetroffen und zum Verhör mitgebracht. Als Cavaradossi sich weigert, seinen Freund Angelotti zu verraten, lässt Scarpia jenen in Anwesenheit Toscas foltern. Trotz der Folter verrät Cavaradossi seinen Freund nicht. Tosca jedoch gibt auf und gibt schließlich das Versteck Angelottis preis. Als die Agenten Scarpias ihn verhaften wollen, bringt Angelotti sich um.
Als Cavaradossi aber mitbekommt, dass - entgegen den ersten Nachrichten - Napoléon gesiegt hat und nicht die italienischen und österreichischen Truppen, bekennt er sich zu seinen politischen Idealen. Scarpia erklärt, dass er damit sein Leben verwirkt habe.
Um das Leben Cavaradossis zu retten, verspricht Tosca, sich Scarpia hinzugeben.
Als Scarpia Tosca den Passierschein überreichen will, der ihr und Cavaradossi die Freiheit schenken soll, nimmt diese ein Messer und ersticht damit Scarpia.
3. Akt
(Engelsburg)
Die Erschießung Cavaradossis auf der Plattform der Engelsburg wird vorbereitet. Dieser schreibt einen Abschiedsbrief an Tosca und erinnert sich ihrer und des schönen Lebens (Arie: E lucevan le stelle).
Tosca hat sich mit dem Passierschein Scarpias in das Gefängnis begeben und teilt ihrem Geliebten mit, dass das Urteil nur zum Schein vollstreckt werden soll. Das Erschießungskommando erscheint und erschießt Cavaradossi. Tosca will ihm aufhelfen und muss erkennen, dass Scarpia auch sie betrogen hat: Cavaradossi ist wirklich tot. Inzwischen ist auch der Tod Scarpias entdeckt worden. Als Tosca deswegen von den Gendarmen verhaftet werden soll, stürzt sie sich mit den Worten O Scarpia, avanti a Dio! von den Zinnen der Engelsburg in die Tiefe.
Termine:
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