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The Rake´s Progress
Igor Strawinsky
Oper in drei Akten
Libretto von W. H. Auden und Chester Kallman
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 2 ¾ Stunden, eine Pause
Es war Zufall, dass Igor Strawinsky 1947 im Chicago Art Institute auf die Kupferstichserie „The Rake’s Progress“ des englischen Künstlers William Hogarth stieß. Das 1732 33 entstandene Werk inspirierte ihn zu einer schwarzen Komödie über eines der beliebtesten Themen der Theaterbühne: ein Pakt mit dem Teufel. Im Mittelpunkt steht der „Wüstling“ Tom Rakewell. Er liebt das ausschweifende Leben und sehnt sich nach Reichtum und Unabhängigkeit. Als der zwielichtige Nick Shadow ihm die Nachricht überbringt, er habe in London reich geerbt, lässt er seine Verlobte Anne und deren Schwiegervater Trulove zurück, muss jedoch bald feststellen, dass sein neues Leben ihn langweilt. Als „Beweis“ seiner Unabhängigkeit heiratet er Baba the Turk. Anne, die ihm voller Sorge nachgereist ist, flieht entsetzt. Auch Tom fühlt sich von der grotesken „Türkenbaba“ bald abgestoßen. Nick überredet ihn, in eine Maschine zu investieren, die Steine in Brot verwandeln könne. Tom verliert sein gesamtes Vermögen. Für seine Dienste fordert Nick Toms Seele. Die einzige Rettung sind drei Karten, die er erraten muss. Annes Liebe gibt ihm die Kraft zu gewinnen, doch er zahlt seinen Sieg mit dem Verstand. Im Glauben, Adonis zu sein und in Anne Venus vor sich zu haben, verliert er sich in seiner eigenen Welt.
Mit „The Rake’s Progress“ schrieb Strawinsky sein einziges abendfüllendes Bühnenwerk. Aus der Kombination märchenhafter Bilder mit überraschenden Theatereffekten und beißender Gesellschaftssatire schuf er eine ebenso eindringliche wie heitere Parabel, deren Doppelbödigkeit sich kongenial auch in ihrer Musiksprache äußert. „Alles, was er berührte, machte er sich zu eigen“, sagte Jean Cocteau einmal über Strawinsky. Und er berührte vieles. Aus Gegebenem „erfand“ er auch sein Material für „The Rake’s Progress“ – und kreierte doch sehr viel mehr als ein Pasticcio.
Nach der umjubelten Premiere von Henzes „Phaedra“ an der Deutschen Oper am Rhein bringt das Team um Sabine Hartmannshenn nun Strawinskys Meisterwerk auf die Bühne. Seit ihrer „Lulu“ an der Oper Göteborg, die zur Produktion des Jahres 2002 gekürt wurde, arbeitet die Regisseurin an vielen internationalen Opernhäusern.
Termine:
| Mai 2012: | | | | | |
| Juni 2012: | | | | | |
| Juli 2012: | | | |
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