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Franz Lehár
Der Zarewitsch
Operette in drei Akten | Text von Béla Jenbach und Heinz Reichert nach dem gleichnamigen Melodram von Gabriela Zapolska
Als Franz Lehár 1925 in Wien das Stück der polnischen Schriftstellerin Zapolska sah, interessierte er sich brennend für das Sujet und ließ es zum Libretto umarbeiten. Es zeigte den russischen Thronfolger in seiner Affäre mit einer Tänzerin als bedauernswertes Opfer seiner standesbedingten Erziehung. Dieser Anklang von Erkenntnissen der jungen Psychoanalyse musste damals revolutionär wirken. Das war ein Stoff, der nach Musik schrie, so wie Lehár es sich wünschte: Durch eine von politischen Würdenträgern eingefädelte Intrige wird dem Zarewitsch, der bislang noch kein Interesse an Frauen gezeigt hat, eine als Soldat verkleidete Tänzerin zugeführt. Schließlich soll er später für den Fortbestand der Dynastie sorgen. Nicht geplant war, dass sich zwischen ihm und der Tänzerin eine tiefere Zuneigung entwickelt und er sich nun weigert, die ihm zugedachte adlige Braut kennen zu lernen. Auf der Flucht nach Italien holt ihn die politische Realität schnell ein.
Die Musik ist eine gelungene Mischung aus russischem Lokalkolorit und neapolitanischer Lebensfreude. Das bekannte Wolgalied entwirft auf meisterhafte Weise ein sensibles Portrait des Titelhelden.
Inszenierung
Musikalische LeitungRoland Seiffarth |InszenierungVolker Vogel|Bühne, KostümeDietrich von Grebmer|ChoreinstudierungMathias Drechsler|ChoreografieMirko Mahr|Dramaturgie Bettina Bartz
Besetzung
Solisten, Chor und Ballett der Musikalischen Komödie | Orchester der Musikalischen Komödie
Dates:
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