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Arabella
Richard Strauss
Lyrische Komödie in drei Aufzügen. Dichtung von Hugo von Hofmannsthal. Mit Untertiteln.
Stefan Solyom (Musikalische Leitung)
Die 1933 uraufgeführte Lyrische Komödie ist das letzte Zeugnis der außerordentlich produktiven künstlerischen Zusammenarbeit von Hugo vonHofmannsthal und Richard Strauss, die mit dem Rosenkavalier (1911) begonnen hatte. In gewisser Weise als dessen „kleine Schwester“ angelegt, reflektiert das vor dem Hintergrund von Inflation und Weltwirtschaftskrise entstandene Werk wie der Rosenkavalier die gesellschaftlichen Umbrüche der eigenen Zeit in einem fiktiven Wien der Vergangenheit. Anknüpfungspunkte sind diesmal die Ringstraßenzeit und die Blüte der Wiener Operette um 1860: Der bankrotte Rittmeister a.D. Graf Waldner und seine Frau sehen sich gezwungen, ihre ältere Tochter Arabella an den meistbietenden Bewerber zu verheiraten, während ihre jüngere Schwester Zdenka, für deren standesgemäße Ausstattung die finanziellenMittel nicht ausreichen, als Junge verkleidet aufgezogen wird. Arabella, modern und pragmatisch genug, sehenden Auges den Weg einer Vernunftehe zu gehen, ist gerade im Begriff, sich vom Mädchentraum eines sie rettenden Märchenprinzen zu verabschieden, als dieser in Gestalt Mandrykas plötzlich vor ihr steht. Doch die Entscheidung für ein Lebenmit dem Märchenprinzen bedeutet auch, die Freiheit einer modernen emanzipierten Frau aufzugeben.
Dates:
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